Kurpfalz Bären bestrafen jeden Fehler der Kuties

HERRENBERG (vf). Es war nichts mit der Überraschung beim Ligaprimus. Die Zweitliga-Frauen der SG H2Ku Herrenberg mussten sich am Sonntagnachmittag in der Ketscher Neurott-Halle mit 26:30 den Kurpfalz Bären geschlagen geben. Gegen den souveränen Tabellenführer machten die Kuties vor allem im Angriff zu viele einfache Fehler, die eiskalt bestraft wurden. "In mehreren Phasen war unsere Fehlerquote schlichtweg zu hoch", haderte Coach Mike Leibssle, "da haben die Bären dann ihre Qualitäten ausgespielt".

In den Anfangsminuten lief es für die Herrenbergerinnen noch recht gut. Die Kurpfalz Bären legten zwar stets vor, allerdings ließen die Kuties sich nicht abschütteln. Lea Neubrander sorgte in der 15. Minute für das 6:6. "Bis dahin war es ein offener Schlagabtausch", zeigte sich Leibssle zu diesem Zeitpunkt noch zufrieden, "anschließend sind uns leider die Felle davongeschwommen". Einige verworfene Bälle hintereinander wurden postwendend von den Hausherrinnen bestraft. Die Folge: ein 5:0-Lauf der Bären und ein 6:11-Rückstand (19. Minute). "Das war ein kleiner Tiefschlag, aber wir haben es geschafft, uns mit einer großen Moral aus dieser Phase herauszukämpfen." Sandra Kussmaul und Maire-Christin Beddies verkürzten fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff auf 10:12. Beim Stand von 14:12 für die Bären ging es anschließend für beide Mannschaften zum Pausentee.

Nach Wiederanpfiff blieben die Kuties weiterhin an den Bären dran. Die überragend aufspielende Rechtsaußen Lisa Gebhard markierte mit einem Doppelschlag das 21:22 (43.). Zum Leidwesen der Herrenberger Anhänger verloren die Kuties fast analog zur ersten Halbzeit erneut den Faden. Der Knackpunkt folgte in der 47. Minute; Lisa Gebhard wurde rüde von Kurpfälzerin Carmen Moser am Wurfarm gefoult. Die Bärin wurde folgerichtig disqualifiziert, Gebhard musste vom Feld und konnte anschließend nicht mehr eingesetzt werden. "Das war ein herber Verlust für uns, Lisa war bis dahin die prägende Spielerin", so Leibssle, "mit diesem Rückschlag fehlte uns auch ihre große Kämpfermentalität".

In den Folgeminuten plätscherte das Spiel etwas dahin. Fünf Minuten vor Schluss versuchten die Kuties, mit einer offensiven Abwehr nochmals das Momentum auf ihre Seite zu holen. "Aber da sind die Bären auch zu abgezockt." Carolin Tuc konnte lediglich zum 26:30-Endstand verkürzen. "Dieses Spiel ist kein Beinbruch für uns", war sich Leibssle sicher. Die Kuties stehen nun mit 7:9 Punkten auf Rang neun der Liga. Nächste Woche geht es mit dem 1. FSV Mainz 05 erneut gegen eine Spitzenmannschaft.

SG H2Ku Herrenberg: Lide, Elbert; Schröder (2), Kussmaul (1), Tuc (4), Friedrich, Zilinskaite (2), Neubrander (3/davon 1 Siebenmeter), Gebhard (9/2), Beddies (4), Stonawski (1).

Quelle: Kreiszeitung Böblinger Bote

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