In der spielfreien Zeit den Akku aufgeladen

Für die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg steht bereits am Freitagabend das zweite Württemberg-Derby der Saison bei der TG Nürtingen an (20 Uhr, Theodor-Eisenlohr-Sporthalle). Bereits im DHB-Pokal trafen die beiden Mannschaften Anfang Oktober aufeinander. Damals mussten sich die Kuties mit 21:25 geschlagen geben. Heute werden aus Sicht von Coach Mike Leibssle die Karten neu gemischt: "Beide Teams können gewinnen, es hängt alles von der Tagesform ab."

Das Gäu-Team hatte die vergangenen zwei Wochenenden spielfrei. Eine Tatsache, die vor allem nach der schweren Kreuzbandverletzung von Carolin Tuc sehr gelegen kam. "Wir konnten den Akku wieder neu auftanken und haben auch taktisch neue Optionen ausprobiert", lässt Mike Leibssle durchblicken. Durch den Ausfall von Tuc galt es für den Kommandogeber, vor allem Kathrin Friedrich in sein Rückraumspiel miteinzubinden. "Das ist uns gut gelungen, mit ihr ergeben sich für uns wieder neue Möglichkeiten." Auch dass Jurate Zilinskaite verletzungsfrei von der litauischen Nationalmannschaft zurückkehrte, lässt den Reutlinger durchatmen. "Und wir konnten Freya Stonawski erneut für das Spiel in Nürtingen und gegen Lintfort nächste Woche gewinnen, das hilft uns enorm." Zudem stehen Ina Kühnel und Theresa Gramer aus der zweiten Mannschaft im Kader.

Die Turngemeinschaft aus Nürtingen hing zu Beginn der Saison im unteren Tabellendrittel fest, ist ebenfalls vom Verletzungspech gebeutelt. "So langsam kommen die Verletzten zurück, das hat sich immens bemerkbar gemacht", weiß Leibssle. Die Nürtingerinnen konnten zuletzt eine kleine Erfolgsserie von zwei Siegen starten. "Vor allem der Erfolg gegen den TV Beyeröhde-Wuppertal war überraschend." Die Kuties sind also gewarnt, kennen den Gegner aber auch aus dem Effeff. "Wir wissen, was uns in der Eisenlohr-Sporthalle erwartet", so Leibssle, "müssen vor allem die individuellen Stärken der TG in den Griff bekommen."

Er selbst hat enge Verbindungen nach Nürtingen, seine Frau Barbara war dort in der vergangenen Saison noch aktiv am Ball. "Die Mannschaft, die den längeren Atem hat, wird einen Derbysieg einfahren", ist sich Leibssle sicher. Für die anreisenden Fans aus dem Gäu hat er noch einen wichtigen Tipp: "In Nürtingen ist Weihnachtsmarkt, das heißt Parkplätze werden rar sein". Eine frühe Anreise empfiehlt sich also.

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