In den letzten vier Minuten fällt kein Tor

In den letzten vier Minuten fällt kein Tor

2. Handball-Bundesliga Frauen: SG H2Ku kommt bei der TG Nürtingen zu einem 21:21 - Beide Teams mit Unentschieden zufrieden

Erstmals ist es in der Derby-Historie zwischen den Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg und der TG Nürtingen zu einer Punkteteilung gekommen. Vor 600 Zuschauern in der Theodor-Eisenlohr- Sporthalle trennten sich beide Zweitliga-Mannschaften mit 21:21.

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Gebeutelt von Verletzungssorgen auf beiden Seiten waren alle Beteiligten am Ende zufrieden mit dem gewonnenen Punkt. "Unter dem Strich sind wir sehr glücklich über dieses Remis", freute sich Kuties-Coach Mike Leibssle. "Betrachtet man die vollen 60 Minuten, ist es ein leistungsgerechtes Unentschieden."

Vor picke-packe vollen Zuschauerrängen entwickelte sich schon in den Anfangsminuten eine enge Partie. Die Gastgeberinnen hatten mit mehreren Aktionen zahlreiche Fans in die Halle gelockt, auf Seiten der SG H2Ku war erstmals die zweite Männermannschaft mit Trommeln und großen Bannern angereist. "Eine überragende Aktion und eines Derbys würdig", zeigte sich auch Leibssle begeistert.

Monika Lide glänzt im Tor mit vier gehaltenen Siebenmetern

Auf dem Feld schaffte es seine Mannschaft zunächst, sich nach zehn Minuten durch einen Doppelschlag von Lea Neubrander auf 5:3 abzusetzen. Der Shootingstar war einmal mehr beste Torschützin auf Seiten der Herrenbergerinnen und steuerte am Ende mehr als die Hälfte aller Tore bei. "Eine tolle Leistung von Lea, die durch die verschärfte Verletzungssituation noch mehr Verantwortung übernehmen muss."

Die Zwei-Tore-Führung hielt knapp zehn Zeigerumdrehungen, ehe sich die Turngemeinschaft wieder herankämpfte. Die Kuties blieben aufgrund einer überragend aufgelegten Monika Lide im Tor weiterhin im Spiel. "Sie war unser größter Rückhalt", lobte Leibssle, "unter anderem hielt sie vier von acht Siebenmetern." Beim Stand von 9:11 aus Sicht der Gäste ging es anschließend in die Halbzeitpause.

Nach Wiederanpfiff gerieten die Gäste zunächst weiter in Rückstand (11:14). Neubrander und die ebenfalls stark aufspielende Freya Stonawski brachten ihre Farben aber wieder heran. Gestützt auf eine couragierte Abwehrarbeit hielt die SG das Spiel weiterhin offen. "Wir waren sehr gut auf die Auslösehandlungen der TG vorbereitet", so Mike Leibssle, "auch Verena Breidert hatten wir gut im Griff."

Allerdings fehlte den Kuties das nötige Fortune vor dem gegnerischen Tor: "Das war aber auf beiden Seiten verbesserungswürdig." Die Gäste legten in den letzten Minuten zwar stets vor, mussten allerdings immer wieder den Ausgleich hinnehmen. Vier Minuten vor Ende markierte Nürtingens Benitta Quattlender bereits den 21:21-Endstand.

"Beide Mannschaft hatten noch Möglichkeiten aber das Unentschieden wird dem Spielverlauf gerecht", bilanzierte Mike Leibssle. Kommenden Sonntag erwarten die Kuties mit TuS Lintfort erneut einen direkten Konkurrenten. "Wir werden im letzten Heimspiel des Jahres nochmal alles geben, um uns weiter von den hinteren Rängen zu distanzieren", kündigt der Coach an.

SG H2Ku Herrenberg: Lide, Elbert; Schröder (1), Kussmaul, Kühnel, Friedrich (1), Zilinskaite (1), Effinger, Neubrander (11/davon 3 Siebenmeter), Gebhard (2), Gramer, Beddies (2), Stonawski (3).

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