Der Klassenerhalt ist das primäre Ziel

Mit einem neuen Trainer und einem neuen Spielsystem gehen die Kuties 2018/2019 in ihre fünfte Zweitliga-Saison. Nach einer wechselhaften letzten Spielzeit gab es einige Veränderungen innerhalb des Kaders. Langjährige Leistungsträgerinnen verabschiedeten sich aus dem Gäu, zwei ehemalige Vorzeige-Kuties konnten nochmals reaktiviert werden. Der Vierplatzierte aus der letzten Runde geht allerdings mit kleinerem Kader und dem Ziel Klassenerhalt in die neue Saison. 

Zu Beginn der vergangenen Spielzeit kamen die Kuties um ihren damaligen Coach Ogu Nwagbara ordentlich in den Spielfluss und konnten nach sechs Spieltagen ein ausgeglichenes Punktekonto aufweisen. Nach dem Trainerwechsel von Hagen Gunzenhauser zu dem Nigerianer standen die Spielerinnen vor der Aufgabe sich einer komplett anderen Spielphilosophie anzunehmen. Im weiteren Verlauf gestaltete sich die Hinrunde als sehr turbulent, kurz vor dem Jahreswechsel verloren die Kuties noch unglücklich gegen den DJK/MJC Trier mit 24:25 in der heimischen Markweghalle, die Kuties waren Viertletzter. 

Nach Jahreswechsel dann die Überraschung: Ogu Nwagbara stelle sein Amt als Kommandogeber der Kuties zur Verfügung. Kurzfristig wechselte Hagen Gunzenhauser von seiner Tätigkeit als Sportlicher Leiter wieder hin zu seinem altbekannten Platz an der Seitenlinie. Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten legten die Kuties anschließend eine überragende Rückrunde hin, eilten von Sieg zu Sieg und schlossen die Saison am Ende auf Platz vier ab. Das Highlight der Saison: der 32:25-Sieg über den späteren Meister aus Rosengarten. So etwas hat man am Markweg eher selten gesehen, auch Hagen Gunzenhauser war sich sicher: „Das war mit Abstand die beste Leistung dieser Runde“. 

„Man hat gespürt, dass die Mädels ein ganz neues Selbstbewusstsein entwickelt haben und sich dann jedem Gegner mit breiter Brust stellten“, blickt nun Mike Leibssle zurück. Der Reutlinger übernahm zur neuen Saison die Geschicke der Mannschaft. Dabei musste er die Abgänge von Sarah Neubrander, Anika Leppert, Sulamith Klein und Monika Lide zunächst verkraften. „Da sind uns natürlich auch innerhalb der Mannschaft wichtige Eckpfeiler weggebrochen“, weiß er. Da Aylin Bok und Saskia Putze sich kurz vor Rundenende noch beide das Kreuzband rissen, standen die Verantwortlichen der Kuties vor großen Personalsorgen. 

Überraschend konnten mit Monika Lide und Katrin Schröder zwei ehemalige Spielerinnen reaktiviert werden, die einst zusammen ein wichtiger Faktor für den Aufstieg waren. „Wir freuen uns sehr, dass sich Katrin und Moni bereiterklärt haben uns in dieser Situation zu helfen“, atmet der neue Kuties-Trainer Mike Leibssle durch. Lide beendet ihre aktive Karriere eigentlich zum Ende der abgelaufenen Saison. Katrin Schröder hatte sich schon seit zwei Jahren aus der 2. Bundesliga verabschiedet und war zuletzt noch Teil der zweiten Mannschaft in der Württembergliga. „Auf Grund ihrer vorhandenen Qualitäten wäre es falsch von zwei Notlösungen zu sprechen, sie werden uns ungemein weiterhelfen“.

Die Verantwortlichkeiten innerhalb der Mannschaft wurden aber grundlegend neu strukturiert, junge Talente müssen noch mehr Verantwortung übernehmen. „Alle arbeiten im Training super mit und haben alles in die zurückliegende Vorbereitung reingelegt“. Zudem sollen schrittweise weitere Talente aus der zweiten Mannschaft herangeführt werden. „Wir wollen diese Spielerinnen ebenfalls fordern und fördern, sie werden noch Zeit brauchen, aber diese werden wir ihnen auch geben“. 

Leibssle hat bei den Kuties ein neues Spielsystem eingeführt und arbeitet zudem an einem alternativen Deckungssystem: „Meine Vorstellungen wurden bisher super von der Mannschaft umgesetzt“. Auch der Teamgeist innerhalb der Mannschaft imponiert dem B-Lizenzinhaber sehr. „Die aktuelle Kadersituation schweißt meine Mannschaft richtig zusammen, die Mädels pushen sich gegenseitig mit aller Konsequenz innerhalb der Einheiten - das stimmt mich trotz aller Widrigkeiten sehr positiv auf die kommende Runde“. 
Mike Leibssle wünscht sich vor allem eine verletzungsfreie Zeit und den Klassenerhalt. „Das hört sich als Viertplatzierter der letzten Runde zwar komisch an, aber das muss auf Grund der vielen Veränderungen unser primäres Ziel sein“. 

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